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Pflanzzeit(en)

Pflanzzeit(en)

Herbstzeit ist Pflanzzeit: Etwa ab Mitte Oktober werden laubabwerfende Gehölze gepflanzt, immergrüne Laub- und Nadelgehölze können bereits etwas eher in die Erde. Pflanzen, die in Töpfen, den sogenannten Containern, angeboten werden, kann man zwar fast das ganze Jahr über pflanzen, doch im Herbst sind die Anwachsbedingungen optimal.

Die neugepflanzten Gehölze leiden in dieser Jahreszeit weniger unter Stress als im Frühjahr: Der vom Sommer noch warme Boden ist im Allgemeinen gut feucht, die Temperaturen sind nicht mehr so hoch wie an manchen Frühlings- und Sommertagen und die Pflanzen können im Herbst und Winter, in der noch bodenfrostfreien Zeit, schon neue Feinwurzeln bilden. Diese sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme wichtig. Die im Herbst gepflanzten Gehölze können im nächsten Jahr ohne Verzögerung austreiben und haben dadurch einen Vorsprung gegenüber den Gehölzen, die dann erst im Frühjahr gepflanzt werden.

Was sollte man berücksichtigen, wenn man Gehölze für den Garten kauft? Bäume und Sträucher sind langlebige Pflanzen, die über viele Jahre Freude bereiten, wenn sie sich an ihrem neuen Standort gut weiterentwickeln. Qualität ist wichtig, die Pflanzen müssen gesund und schädlingsfrei sein. Sie sollten auch nicht durch Wassermangel gestresst sein. Deshalb ist es am besten, sie im Facheinzelhandel zu kaufen, wo die Pflanzen gut und fachmännisch versorgt werden und Experten auch bei der Auswahl beraten können. Wichtig bei der Entscheidung für eine Pflanze sind außerdem die Bedingungen am zukünftigen Standort und die eigenen Erwartungen, um spätere Enttäuschung zu vermeiden. Es lohnt sich deshalb, schon vor dem Kauf zu überlegen, welche Anforderungen die neue Pflanze erfüllen soll und welche Aspekte die Auswahl einschränken.

Auch die beste Pflanze hat es schwer, wenn ihr die Bedingungen am neuen Standort nicht zusagen: Wichtig bei der Auswahl sind für Gartenbesitzer deshalb auch die Boden- und Lichtverhältnisse im eigenen Garten. Ist er sonnig, halbschattig oder liegt er gar ganz im Schatten? Hat man beispielsweise einen leichten und nährstoffarmen Sandboden, der schnell austrocknet, oder ist es ein schwerer, gut Wasser und Nährstoffe haltender Boden?

Der sogenannte pH-Wert kann ebenfalls von Bedeutung sein, denn er beeinflusst unter anderem die Nährstoffverfügbarkeit: Der pH-Wert gibt den Säuregehalt des Bodens auf einer Skala von 1 bis 14 an und kann durch einfache Bodentests, die im Facheinzelhandel erhältlich sind, ermittelt werden. Mit höherem Kalkgehalt im Boden steigt auch der pH-Wert. Die meisten Gartenpflanzen bevorzugen einen schwach sauren Boden mit einem pH-Wert von ungefähr 6,5.

Manche Pflanzen haben jedoch spezielle Ansprüche: Rhododendren zum Beispiel benötigen im Allgemeinen einen sauren Boden mit einem pH-Wert von circa 4,5. Der Boden kann, falls nötig, durch Zugabe von organischem Material wie Humus oder Rhododendron-Erde an die Bedürfnisse von Rhododendron angepasst werden. Es gibt mittlerweile aber auch Rhododendren, die kalktolerant sind und auf humushaltigen Böden mit einem etwas höheren pH-Wert gut wachsen. Auch andere Aspekte wie das Kleinklima können bei der Pflanzenauswahl eine Rolle spielen: An eine vor austrocknendem Wind geschützte Stelle oder in einen Innenhof kann zum Beispiel ein besonders wärmeliebender Baum oder Strauch gepflanzt werden, der an einer exponierten Stelle im gleichen Garten eher gefährdet wäre.

Entscheidungshilfen für die Pflanzenauswahl

Welche Aufgaben soll die Pflanze übernehmen? Soll sie eine praktische Funktion haben, zum Beispiel Schutz bieten oder Früchte tragen, oder soll sie eine bestimmte gestalterische Aufgabe übernehmen, zum Beispiel durch ihre Wuchsform oder einen besonders kompakten oder lockeren, lichtdurchlässigen Wuchs? Sind schöne Blüten oder Früchte wichtig? Gibt es eine Jahreszeit, in der der Garten interessanter sein könnte, zum Beispiel durch Gehölze mit auffallender Herbstfärbung, bis in den Winter haltenden Fruchtschmuck oder einer im Winter besonders gut sichtbaren, attraktiven Rinde? Soll die Pflanze sommer- oder immergrün sein? Ein laubabwerfender Baum beispielsweise lässt in der kalten Jahreszeit Licht durch, ein immergrünes Gehölz bietet dagegen den Vorteil, dass der Garten auch im Winter nicht kahl aussieht.

Wie groß soll die Pflanze sein und wie viel Platz steht zur Verfügung? Hierbei spielt je nach Standort auch der Grenzabstand in Verbindung mit der Wuchshöhe des Gehölzes eine Rolle. Er variiert von Bundesland zu Bundesland und teilweise auch von Gemeinde zu Gemeinde. Wichtig sind auch der Raum, der für die Wurzelentwicklung zur Verfügung steht, und die Endgröße der Pflanze, damit sie noch nach Jahren ausreichend Platz hat und gut zur Geltung kommt.

Kommt ein Gehölz in Frage, das einen Pflege- oder Formschnitt benötigt? Wer keine Zeit hat, kann die Pflanzenexperten aus einer Baumschule oder aus dem Garten- und Landschaftsbau mit der Pflege beauftragen. Oder man entscheidet sich für einen Baum oder einen Strauch, der keinen Schnitt benötigt. Manche Gehölze bilden von Natur aus markante Formen und wachsen zum Beispiel säulen-, kegel- oder kugelförmig. [PdM]

 

Quelle: Gartentechnik, NL vom 07.10.2011

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